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Energiesparmobil im Aller-Leine-Tal
Im September 2006 machte das niedersächsische „NABU-LIV-EnergieSparmobil“ Station im Aller-Leine-Tal: In Rethem, Dörverden und Kirchlinteln wurden jeweils für einen Tag umfangreiche Aktionen und Informationen zum Thema Erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz geboten. Außerdem konnten sich die Besucher vor Ort praxisorientiert beraten lassen. Das EnergieSparmobil ist ein Projekt des NABU Niedersachsen in Kooperation mit dem Landesinnungsverband für das Schornsteinfegerhandwerk Nidersachsen LIV und wird vom Niedersächsischen Handwerkstag unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter www.energiesparmobil.de
Energiesparberatung vor Ort
Im Herbst 2003 warb die Projektgruppe in den Gemeinden des Erweiterten Kooperationsraumes Aller-Leine-Tal für das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit: „Energiesparberatung vor Ort“ Über dieses Förderprogramm wurden Zuschüsse an Eigentümer von 1- und 2- Familien-wohnhäuser gezahlt, die eine umfassende Energieanalyse des Gebäudes von einem anerkannten Energieberater durchführen ließen. Ergänzt wurde die Analyse durch eine anbieterunabhängige Beratung zu Energieeinsparpotenzialen des untersuchten Objektes.
Die Projektgruppe stellte eine Liste der im Aller-Leine-Tal ansässigen Energieberater zusammen. Über die Presse, lokale Aushänge und durch Anschreiben an die Kommunen wurde auf das Programm hingewiesen.
ALT-Projektgruppe Klein Häuslingen, im Juli 1998
„Regenerative Energien“
Abschlußbericht
über das gemeinsam mit der HASTRA durchgeführte Projekt „Energieanalyse landwirtschaftlicher Betriebe“
Beteiligte
- Ø Aller-Leine-Tal Projektgruppe „Regenerative Energien“
- Ø HASTRA
- Ø Zweckverband Aller-Leine-Tal
Zielsetzung des Projektes
Die Projektgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, im Aller-Leine-Tal dafür zu werben, den Energieverbrauch zu reduzieren und den dann verbleibenden Energiebedarf möglichst regenerativ und regional zu erzeugen.
Ziel dieses Projektes war es anhand einiger beispielhaft ausgewählter landwirtschaftlicher Betriebe aufzuzeigen, dass Möglichkeiten zur Energieeinsparung in vielen Bereichen vorhanden sind.
Auf Initiative der Projektgruppe wurde gemeinsam mit der HASTRA Nienburg in den drei Samtgemeinden des Aller-Leine-Tals je ein landwirtschaftlicher Betrieb hinsichtlich des gesamten Energieverbrauchs (Strom, Heizenergie – privat und betrieblich) umfassend analysiert. Unterstützt wurde dieses Projekt durch den Zweckverband Aller-Leine-Tal. Begleitet wurde die Maßnahme durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit in der lokalen Presse.
Durchführung des Projektes
Nach öffentlicher Ausschreibung des Projektes in den örtlichen Zeitungen und durch Plakataushang konnten sich alle landwirtschaftlichen Voll-erwerbsbetriebe für die Teilnahme an dem Projekt bei den Samtgemeinde-verwaltungen bewerben. Die Teilnehmer wurden nach folgenden Kriterien gemeinsam von der Projektgruppe und der HASTRA ausgewählt: Je Samtgemeinde wurde ein Betrieb ausgewählt, außerdem sollten die drei Betriebe unterschiedliche Betriebsschwerpunkte haben. Ein weiteres Kriterium war ein bisher hoher Energieverbrauch.
Folgende Betriebe wurden ausgewählt:
Samtgemeinde Schwarmstedt: Gert Woop, Essel
Schwerpunkt: Sauenhaltung
Samtgemeinde Ahlden: Ingrid Dettmer, Eilte
Schwerpunkt: Schweinemast, Lohnunternehmen, Spargel
Samtgemeinde Rethem: Rüdiger Göbbert, Klein Häuslingen
Schwerpunkt: Milchviehhaltung, Ackerbau, Spargel
Zuerst wurden für eine Woche Messgeräte auf den Betrieben installiert, um den Stromverbrauch nach Menge und zeitlicher Verteilung festzuhalten.
Nach Auswertung dieser Daten erfolgte mit dem jeweiligen Betriebsleiter ein Betriebsrundgang mit Erfassung der Gebäudestruktur einschließlich einer Schwachstellenanalyse. Unter Zugrundelegung der so gewonnenen Daten und unter Hinzuziehung der letzten Heizkostenabrechnungen wurde von der HASTRA für die Betriebe ein Energiebericht mit Datenbewertung und Verbesserungsvorschlägen zur Energieeinsparung erstellt.
Ergebnisse
Neben allgemeinen Informationen über den Energieverbrauch werden von der HASTRA Hinweise zu einem „intelligenten Lastmanagement“ gemacht. Hierunter ist z. B. das zeitliche Verlagern einzelner Arbeitsabläufe zu verstehen oder daß die Anschlußwerte der benötigten elektrischen Geräte möglichst gering gehalten werden. Weiter werden einige betriebsspezifische Energiespartips angeführt (z. B. zur Milchkühlung und –reinigung). Abschließend werden für die Betriebe der zur Zeit gültige Tarif und – sofern sinnvoll – ein anderer günstigerer Tarif gegenübergestellt.
Die untersuchten Betriebe sind nun aufgefordert die aufgezeigten Energiesparpotentiale zu nutzen und ihren Energieverbrauch nachhaltig zu senken.
Anmerkungen der Projektgruppe „Regenerative Energien“
Es handelt sich um ein erfolgreich durchgeführtes Projekt, da der von uns verfolgte Ansatz: Erst Energie sparen und die dann noch benötigte Energie möglichst regenerativ und regional erzeugen, auch in der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden konnte. Ein abschließendes Pressegespräch von Vertretern der Projektgruppe und einem Teilnehmer steht derzeit noch aus.
Kritisch ist anzumerken, daß die HASTRA laut eigener Aussage wegen mangelnder Kapazitäten nicht bereit war mehr als die drei Betriebe zu untersuchen. Dieses ist um so bedauerlicher, als die Möglichkeit vom Zweckverband Aller-Leine-Tal angeboten wurde über das Aller-Leinetal-Projekt finanzielle Mittel für die Untersuchung weiterer Betriebe bereitzustellen.
Der allgemeine Teil der Energieberichte ist anerkennend zu erwähnen. Der Teil, der spezielle Energiespartips für die einzelnen Betriebe enthält, hätte unseres Erachtens etwas umfänglicher gestaltet werden können.
Für die Projektgruppe
„Regenerative Energien“
- Cort-Brün Voige - - Dr. Stefan Dreesmann -
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